Rathenaustraße 9 & Lavesstraße 79 in 30159 Hannover

Paartherapie in Hannover bei LMM

Jede Beziehung erlebt Höhen und Tiefen, doch manchmal sind die Herausforderungen überwältigend. Wenn Streitigkeiten, Missverständnisse oder emotionale Distanz Ihre Partnerschaft belasten, sind wir hier, um Ihnen zu helfen.

Unsere Paartherapie bietet einen sicheren Raum in Hannover, in dem beide Partner ihre Gefühle und Sorgen ausdrücken können. Mit unserer Unterstützung finden Sie gemeinsam Wege, Konflikte zu lösen, Vertrauen wieder aufzubauen und die Liebe neu zu entfachen.

Lassen Sie uns zusammen den ersten Schritt zu einer glücklicheren und stärkeren Beziehung gehen. Ihre gemeinsame Zukunft beginnt hier.

Paartherapie Hannover
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Unsere Paartherapie bietet Ihnen in Hannover die Unterstützung, die Sie benötigen, um wieder zueinanderzufinden und eine tiefere Verbindung aufzubauen. Lassen Sie uns gemeinsam den ersten Schritt zu einer glücklicheren und gesünderen Partnerschaft gehen.
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Was ist eine Paartherapie?

Paartherapie ist eine Form der psychotherapeutischen Unterstützung, die sich auf die Beziehung zwischen Partnern konzentriert. Sie zielt darauf ab, Konflikte zu lösen, die Kommunikation zu verbessern und das Verständnis zwischen den Partnern zu fördern. Hierbei werden sowohl individuelle als auch gemeinsame Probleme thematisiert, um eine harmonische und erfüllende Partnerschaft zu ermöglichen.

Die Therapie kann verschiedene Ansätze und Techniken beinhalten, wie systemische Therapie, Verhaltenstherapie oder emotionsfokussierte Therapie. Ein erfahrener Therapeut leitet die Sitzungen und unterstützt die Paare dabei, neue Perspektiven zu entwickeln und nachhaltige Lösungen zu finden.

Was bringt eine Paartherapie?

Eine Paartherapie hilft dabei, bestehende Konflikte zu klären, wenn die Kommunikation gestört ist und das Verständnis füreinander fehlt. Ziel ist es, negative Dynamiken zu durchbrechen und die Partner zu unterstützen, sich weiterzuentwickeln und harmonischer miteinander umzugehen. Durch gezielte Gespräche und Übungen lernen die Partner, ihre Beziehung zu stärken und langfristig zu verbessern.

Eine Paartherapie kann in vielen verschiedenen Bereichen helfen, die das Leben und das Wohlbefinden eines Paares betreffen. Hier sind einige der häufigsten Anwendungsgebiete und Vorteile einer Paartherapie:

Wann sollte man eine Paartherapie machen? Wie kann die Paartherapie dabei helfen?
Häufige und ungelöste Konflikte Konflikte sind in jeder Beziehung normal, aber wenn sie nicht richtig gehandhabt werden, können sie die Beziehung belasten. Paartherapeuten helfen, Konflikte konstruktiv zu lösen, indem sie Methoden und Strategien vermitteln, um Streitigkeiten fair und respektvoll zu klären.
Kommunikationsprobleme Schwierigkeiten, offen und ehrlich miteinander zu sprechen, führen oft zu Missverständnissen und Frustrationen. Paartherapie kann die Kommunikationsfähigkeiten verbessern und Wege aufzeigen, wie man besser miteinander spricht und zuhört.
Emotionale Distanz Ein Gefühl der Entfremdung oder emotionale Kälte in der Beziehung kann ein Zeichen dafür sein, dass professionelle Unterstützung notwendig ist, um die emotionale Nähe wiederherzustellen.
Vertrauensprobleme Vertrauensbrüche, wie Untreue oder wiederholtes Lügen, können das Fundament einer Beziehung erschüttern. Paartherapie kann helfen, das Vertrauen wieder aufzubauen und den Umgang mit Verletzungen zu lernen.
Sexuelle Unzufriedenheit Probleme im Intimleben können zu erheblichen Spannungen führen. Wenn sexuelle Unzufriedenheit oder ein Mangel an körperlicher Nähe besteht, kann eine Paartherapie Wege aufzeigen, diese Aspekte zu verbessern.
Lebensveränderungen und Stress Große Lebensereignisse wie der Verlust eines Jobs, der Tod eines Angehörigen oder die Geburt eines Kindes können zusätzlichen Stress auf eine Beziehung ausüben. Eine Therapie kann helfen, diese Übergänge gemeinsam zu bewältigen.
Verschiedene Beziehungsziele Unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft der Beziehung, wie Heirat, Kinderwunsch oder Lebensplanung, können Konflikte verursachen. In der Therapie können gemeinsame Ziele und Visionen entwickelt werden.
Wiederkehrende negative Muster Wenn sich in der Beziehung destruktive Verhaltensmuster etabliert haben, die zu ständigen Auseinandersetzungen führen, kann eine Paartherapie helfen, diese Muster zu durchbrechen.
Mangelnde Unterstützung und Verständnis Das Gefühl, vom Partner nicht unterstützt oder verstanden zu werden, kann die Beziehung belasten. Eine Therapie kann dazu beitragen, mehr Empathie und Verständnis füreinander zu entwickeln.
Krisensituationen Akute Krisen wie eine Affäre, schwerwiegende Krankheiten oder finanzielle Probleme können eine Beziehung stark belasten. Professionelle Unterstützung kann helfen, diese Krisen zu bewältigen.
Individuelle psychische Probleme Wenn individuelle psychische Probleme wie Depressionen, Angstzustände oder Suchterkrankungen die Beziehung beeinträchtigen, kann eine Paartherapie in Kombination mit individueller Therapie sinnvoll sein.
Präventive Maßnahmen Auch ohne akute Probleme kann eine Paartherapie als präventive Maßnahme genutzt werden, um die Beziehung zu stärken und zukünftigen Problemen vorzubeugen.
Trennungsüberlegungen Wenn Gedanken an eine Trennung oder Scheidung aufkommen, kann eine Therapie helfen, Klarheit zu gewinnen und gegebenenfalls den Trennungsprozess konstruktiv zu gestalten.

Welche Arten von Paartherapie gibt es?

Es gibt verschiedene Ansätze und Methoden in der Paartherapie, die je nach den spezifischen Bedürfnissen und Herausforderungen des Paares eingesetzt werden können. Zu den gängigsten Arten von Paartherapie gehören:

  • Systemische Paartherapie: Dieser Ansatz betrachtet die Beziehung als ein System, in dem beide Partner miteinander interagieren. Der Fokus liegt darauf, wie die Kommunikation und das Verhalten des Einzelnen das Gesamtsystem beeinflussen.
  • Verhaltenstherapie für Paare: Hier wird das Verhalten der Partner analysiert und verändert, um negative Interaktionsmuster zu durchbrechen. Ziel ist es, durch positive Verstärkung und neue Verhaltensweisen die Beziehung zu verbessern.
  • Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT): Diese Methode konzentriert sich auf die Emotionen der Partner und deren Ausdruck. Sie hilft Paaren, tief verwurzelte emotionale Bedürfnisse zu erkennen und zu erfüllen.
  • Imago-Therapie: Dieser Ansatz basiert auf der Theorie, dass Menschen Partner wählen, die unbewusst ihre Kindheitserfahrungen widerspiegeln. Die Therapie zielt darauf ab, diese unbewussten Muster zu erkennen und zu transformieren.
  • Gottman-Methode: Entwickelt von Dr. John und Julie Gottman, basiert diese Methode auf umfangreicher Forschung und konzentriert sich auf spezifische Prinzipien und Techniken zur Stärkung der Beziehung, wie z.B. das Erstellen von Liebeslandkarten und die Förderung von Zuneigung und Bewunderung.
  • Integrative Paartherapie: Diese Form kombiniert verschiedene therapeutische Ansätze und Techniken, um individuell auf die Bedürfnisse des Paares einzugehen. Der Therapeut wählt hierbei die Methoden, die am besten zur spezifischen Situation des Paares passen.
  • Kognitive Verhaltenstherapie (CBT, Cognitive Behaviour Therapy) für Paare: Diese Therapieform befasst sich mit den Gedanken und Überzeugungen der Partner, die das Verhalten und die Beziehung beeinflussen. Ziel ist es, negative Denkmuster zu identifizieren und durch positive zu ersetzen.

Jede dieser Therapieformen kann einzeln oder in Kombination verwendet werden, um den Paaren zu helfen, ihre Beziehungsprobleme zu lösen und eine gesunde, erfüllende Partnerschaft zu führen.

Wie läuft eine Paartherapie ab?

Erstkontakt und Terminvereinbarung

Der Ablauf einer Paartherapie beginnt in der Regel mit dem Erstkontakt und der Terminvereinbarung. Hierbei nehmen die Partner meist telefonisch oder per E-Mail Kontakt zu uns auf, um einen ersten Termin zu vereinbaren. In diesem ersten Gespräch werden bereits grundlegende Informationen über das Anliegen des Paares ausgetauscht und ein unverbindliches Kennenlernen geplant.

Erstgespräch

Beim Erstgespräch stellen sich das Paar und der Therapeut einander vor. Der Therapeut erläutert den Ablauf der Therapie und beantwortet eventuelle Fragen. Beide Partner haben die Möglichkeit, ihre Sicht auf die Probleme in der Beziehung zu schildern. Der Therapeut hört aufmerksam zu und stellt gezielte Fragen, um ein umfassendes Bild zu erhalten. Gemeinsam werden die Ziele der Therapie definiert, die spezifisch, wie die Verbesserung der Kommunikation, oder allgemein, wie die Wiederherstellung des Vertrauens, sein können.

Diagnostische Phase

In der diagnostischen Phase sammelt der Therapeut detaillierte Informationen über die Beziehungsgeschichte, frühere Konflikte und relevante persönliche Hintergründe beider Partner (Anamnese). Standardisierte Fragebögen können eingesetzt werden, um die Beziehungsdynamik und individuelle Problembereiche zu bewerten. Der Therapeut analysiert die Interaktionsmuster und wiederkehrende Probleme, die zur aktuellen Situation geführt haben.

Interventionsphase

Die Interventionsphase umfasst verschiedene Techniken zur Verbesserung der Beziehung. Paare lernen Kommunikationstechniken wie aktives Zuhören, Ich-Botschaften und gewaltfreie Kommunikation.

Der Therapeut vermittelt Strategien zur effektiven Konfliktlösung, wie das Erlernen von Kompromissen und das Vermeiden von Eskalationen. Emotionale Arbeit ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil, bei dem die Partner ihre emotionalen Bedürfnisse erkennen und ausdrücken lernen.

Verhaltenstherapeutische Techniken helfen dabei, schädliche Verhaltensmuster zu erkennen und durch positive Verhaltensweisen zu ersetzen.

Konsolidierungsphase

In der Konsolidierungsphase wird der Fortschritt regelmäßig überprüft, und der Therapeut passt die Therapie an die sich verändernden Bedürfnisse des Paares an. Die erlernten Techniken und Verhaltensweisen werden im Alltag gefestigt, oft durch Hausaufgaben und praktische Übungen. Der Fokus liegt darauf, die positiven Aspekte der Beziehung zu stärken und die emotionale Bindung zu vertiefen.

Abschlussphase

Die Abschlussphase der Paartherapie beinhaltet eine Reflexion der Fortschritte und Veränderungen, die während der Therapie erreicht wurden. In einem Abschlussgespräch besprechen der Therapeut und das Paar den Abschluss der Therapie und eventuelle Nachsorgetermine. Es wird erörtert, wie das Paar die erlernten Techniken und Erkenntnisse langfristig anwenden kann. Die Therapie endet offiziell mit dem Abschied.

Optional können Nachsorgetermine vereinbart werden, um den Fortschritt zu überprüfen und gegebenenfalls weitere Unterstützung zu bieten.

Welche Fragen werden in einer Paartherapie gestellt?

In einer Paartherapie stellt der Therapeut eine Vielzahl von Fragen, um ein umfassendes Verständnis der Beziehung und der individuellen Anliegen der Partner zu gewinnen. Diese Fragen sind darauf ausgelegt, die Kommunikationsmuster, Konflikte und emotionalen Bedürfnisse des Paares zu beleuchten. Hier sind einige typische Fragen, die in einer Paartherapie gestellt werden können:

  • Fragen zum Beziehungsbeginn und zur Beziehungsgeschichte
    • Wie haben Sie sich kennengelernt?
    • Was hat Sie anfangs an Ihrem Partner angezogen?
    • Wie hat sich Ihre Beziehung im Laufe der Zeit entwickelt?
    • Können Sie wichtige Ereignisse oder Wendepunkte in Ihrer Beziehung beschreiben?
  • Fragen zur aktuellen Situation
    • Was hat Sie dazu bewogen, eine Paartherapie in Anspruch zu nehmen?
    • Welche spezifischen Probleme oder Konflikte erleben Sie derzeit in Ihrer Beziehung?
    • Wie äußern sich diese Probleme im Alltag?
    • Wie lange bestehen diese Probleme schon?
  • Fragen zur Kommunikation
    • Wie kommunizieren Sie miteinander, wenn Sie sich uneinig sind?
    • Fühlen Sie sich von Ihrem Partner gehört und verstanden?
    • Gibt es bestimmte Themen, über die Sie nicht sprechen können?
  • Fragen zur Konfliktlösung
    • Wie gehen Sie mit Konflikten um?
    • Gibt es wiederkehrende Muster in Ihren Auseinandersetzungen?
    • Wie endet ein typischer Streit zwischen Ihnen?
  • Fragen zu den Gefühlen und Erwartungen
    • Wie fühlen Sie sich in Ihrer Beziehung?
    • Was vermissen Sie in Ihrer Beziehung?
    • Was erwarten Sie von Ihrem Partner und der Beziehung?
    • Welche Erwartungen haben Sie an die Paartherapie?
  • Fragen zur individuellen Perspektive
    • Wie erleben Sie die Beziehung aus Ihrer persönlichen Sicht?
    • Haben Sie das Gefühl, dass Ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche in der Beziehung erfüllt werden?
    • Gibt es persönliche Themen oder Probleme, die sich auf Ihre Beziehung auswirken?
  • Fragen zur Zukunft
    • Welche Ziele haben Sie für Ihre Beziehung?
    • Wie stellen Sie sich eine ideale Beziehung vor?
    • Was sind Ihre Hoffnungen und Ängste in Bezug auf die Zukunft Ihrer Partnerschaft?

Wie oft geht man zur Paartherapie?

Die Häufigkeit der Sitzungen in einer Paartherapie kann je nach den Bedürfnissen des Paares, der Schwere der Probleme und dem gewählten therapeutischen Ansatz variieren.

Zu Beginn der Therapie sind wöchentliche Sitzungen üblich. Diese Regelmäßigkeit hilft, einen kontinuierlichen Fortschritt zu erzielen und den Paaren ausreichend Zeit und Raum zu geben, um an ihren Problemen zu arbeiten und neue Kommunikations- und Konfliktlösungsstrategien zu erlernen.

Nach einigen Wochen oder Monaten, wenn die akuten Probleme angegangen wurden und die Partner Fortschritte machen, kann die Frequenz der Sitzungen auf alle zwei Wochen reduziert werden. Dies gibt dem Paar mehr Zeit, die in der Therapie erlernten Fähigkeiten im Alltag anzuwenden und zu üben.

In späteren Phasen der Therapie, wenn das Paar stabile Fortschritte zeigt und die Beziehung sich verbessert hat, können die Sitzungen auf monatliche Intervalle ausgedehnt werden. Diese Sitzungen dienen oft der Auffrischung und der Unterstützung bei kleineren, neu auftretenden Problemen.

Wie viele Sitzungen hat eine Paartherapie?

Die genaue Anzahl der Sitzungen wird individuell zwischen dem Paar und dem Therapeuten vereinbart. Einige Paare benötigen mehr Sitzungen, um stabile Fortschritte zu machen, während andere schneller Fortschritte sehen und die Therapie früher beenden können.

Die Anzahl der Sitzungen in einer Paartherapie variiert stark und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art und Schwere der Probleme, den Zielen des Paares und dem gewählten therapeutischen Ansatz. Im Allgemeinen kann die Anzahl der Sitzungen jedoch wie folgt beschrieben werden:

  • Kurzzeittherapie
    • 6 bis 12 Sitzungen: Einige Paare entscheiden sich für eine Kurzzeittherapie, die sich auf spezifische Probleme konzentriert. In diesem Rahmen kann der Therapeut gezielt auf akute Konflikte und Kommunikationsprobleme eingehen.
  • “Mittelzeittherapie”
    • 12 bis 24 Sitzungen: Dies ist eine häufige Dauer für Paare mit moderaten bis schwerwiegenderen Problemen. Diese Sitzungen erstrecken sich oft über einen Zeitraum von etwa sechs Monaten bis zu einem Jahr. Hierbei wird intensiver an der Verbesserung der Beziehung gearbeitet, einschließlich tieferliegender emotionaler und verhaltensbezogener Themen.
  • Langzeittherapie
    • Mehr als 24 Sitzungen: Für Paare mit komplexen, langanhaltenden oder tief verwurzelten Problemen kann eine längere Therapie notwendig sein. Diese kann sich über ein Jahr oder länger erstrecken und ermöglicht eine umfassende Bearbeitung der Beziehungsthemen.

Wie lange dauert eine Paartherapie-Sitzung?

Eine Paartherapie-Sitzung dauert in der Regel zwischen 50 und 100 Minuten. Diese Dauer bietet ausreichend Zeit, um die Anliegen des Paares gründlich zu besprechen, ohne dass die Sitzung zu ermüdend wird. Hier sind einige gängige Zeitrahmen für Paartherapie-Sitzungen:

  • 50 bis 60 Minuten
    • Die meisten Paartherapie-Sitzungen dauern etwa eine Stunde. Dies ist ein gängiges Format, das es dem Therapeuten ermöglicht, die Hauptthemen anzusprechen und dem Paar ausreichend Zeit für den Austausch zu geben.
  • 75 bis 100 Minuten
    • Manche Therapeuten bieten längere Sitzungen bzw. Doppelsitzungen an, die zwischen 75 und 90 Minuten dauern. Diese verlängerten Sitzungen können besonders nützlich sein, wenn tiefere oder komplexere Themen behandelt werden müssen oder wenn das Paar eine intensivere Unterstützung benötigt.

Das erste Treffen (Erstgespräch) kann länger dauern, oft zwischen 75 und 90 Minuten, um genügend Zeit für eine umfassende Bestandsaufnahme der Beziehung und das Setzen von Zielen zu haben.

Das Erstgespräch ist in der Regel kostenpflichtig, so auch bei uns. Des Weiteren bieten wir Paartherapie-Sitzungen in 50 min Schritten an. 50 Minuten ist eine Einzelsitzung, 100 Minuten ist eine Doppelsitzung.

In einigen Fällen, insbesondere bei Fortschrittsüberprüfungen oder Nachsorgeterminen, können die Sitzungen kürzer sein, etwa 45 Minuten.

Wie teuer ist eine Paartherapie?

Die Kosten für eine Paartherapiesitzung liegen in der Regel zwischen 80 und 150 € pro 60 Minuten.

Die Gesamtkosten einer Paartherapie hängen davon ab, wie viele Sitzungen erforderlich sind und wie häufig sie stattfinden. Wir empfehlen wöchentliche Sitzungen, besonders zu Beginn der Therapie. Eine typische Therapie kann zwischen 10 und 20 Sitzungen dauern, abhängig von den spezifischen Problemen und Zielen des Paares.

Wird eine Paartherapie von der Krankenkasse bezahlt?

Nein, die Kosten für eine Paartherapie werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, da sie als Leistung zur Verbesserung der Lebensqualität und nicht als medizinisch notwendige Behandlung betrachtet wird.

Private Krankenkassen können jedoch unter bestimmten Umständen einen Teil der Kosten übernehmen, insbesondere wenn eine psychische Erkrankung bei einem der Partner diagnostiziert wurde.

Wann macht eine Paartherapie keinen Sinn mehr?

Paar im Streit
Wenn die Differenzen zu groß oder Gewalt im Spiel ist, stößt selbst eine Paartherapie an ihre Grenzen.

Eine Paartherapie kann in bestimmten Situationen möglicherweise nicht mehr sinnvoll oder effektiv sein. Hier sind einige Gründe, wann eine Paartherapie keinen Sinn mehr machen könnte:

  • Fehlende Bereitschaft eines oder beider Partner
    • Wenn einer oder beide Partner nicht bereit sind, an der Beziehung zu arbeiten oder die Therapie ernsthaft in Anspruch zu nehmen, kann die Paartherapie wenig Erfolg haben. Ohne das Engagement beider Parteien ist es schwierig, Fortschritte zu erzielen.
  • Missbrauch und Gewalt
    • In Fällen von häuslicher Gewalt oder Missbrauch ist eine Paartherapie nicht geeignet und kann sogar gefährlich sein. Hier sind spezielle Schutzmaßnahmen und individuelle Therapieformen notwendig.
    • Der vorrangige Schritt ist, das Opfer in Sicherheit zu bringen. Dies kann die Suche nach einem sicheren Ort, wie einem Frauenhaus oder einer anderen Schutzeinrichtung, beinhalten. Polizei und andere Schutzmaßnahmen sollten in Betracht gezogen werden.
  • Andauernde Untreue
    • Wenn ein Partner weiterhin untreu ist und keine Bereitschaft zeigt, sein Verhalten zu ändern, kann die Basis für Vertrauen und eine erfolgreiche Therapie fehlen.
  • Tiefgreifende und unüberwindbare Differenzen
    • Manchmal erkennen Paare, dass ihre grundlegenden Werte und Lebensziele zu unterschiedlich sind und keine Kompromissbereitschaft besteht. In solchen Fällen kann eine Trennung die beste Lösung sein.
  • Fehlende emotionale Bindung
    • Wenn die emotionale Bindung vollständig verloren gegangen ist und keine Gefühle mehr für den Partner vorhanden sind, kann es schwierig sein, die Beziehung wiederzubeleben.
  • Unterschiedliche Ziele für die Beziehung
    • Wenn ein Partner die Beziehung fortsetzen und der andere sie beenden möchte, ist eine Paartherapie oft nicht sinnvoll, da die Ziele zu unterschiedlich sind.
  • Nicht behandelbare psychische Erkrankungen
    • In Fällen, in denen schwere psychische Erkrankungen vorliegen, die nicht in einer Paartherapie behandelt werden können, ist es wichtig, dass der betroffene Partner zunächst individuelle professionelle Hilfe erhält.
  • Manipulation und Kontrollverhalten
    • Wenn ein Partner versucht, die Therapie zu nutzen, um den anderen zu manipulieren oder zu kontrollieren, anstatt echte Probleme zu lösen, ist die Paartherapie nicht zielführend.
  • Langfristige und tief verwurzelte Resignation
    • Wenn einer oder beide Partner über einen längeren Zeitraum hinweg resigniert haben und keine Hoffnung mehr auf eine Verbesserung der Beziehung sehen, kann die Motivation für die Therapie fehlen.
  • Unkooperative Haltung gegenüber dem Therapeuten
    • Wenn ein Partner die Anweisungen des Therapeuten konstant ablehnt oder den Therapeuten nicht respektiert, ist es unwahrscheinlich, dass die Therapie erfolgreich sein wird.
  • Externe Einflüsse und Belastungen
    • Wenn externe Faktoren, wie ständige Einmischung von Familienmitgliedern oder unlösbare berufliche Belastungen, die Beziehung übermäßig beeinträchtigen, kann die Paartherapie allein nicht ausreichen, um die Beziehung zu retten.
  • Fehlende Bereitschaft zur Vergebung
    • Wenn einer oder beide Partner nicht bereit sind, vergangene Verletzungen zu vergeben, bleibt die Beziehung in einem Zustand der Unversöhnlichkeit gefangen, was die Fortschritte in der Therapie behindert.

Eine Paartherapie ist am effektivsten, wenn beide Partner motiviert und bereit sind, an ihrer Beziehung zu arbeiten. In den oben genannten Situationen kann es sinnvoller sein, alternative Wege zu finden, wie individuelle Therapie, rechtliche Beratung oder in extremen Fällen die Trennung zu erwägen.

FAQ (Häufig gestellte Fragen)

Was ist der Unterschied zwischen Paartherapie und Paarberatung?

Paartherapie und Paarberatung unterscheiden sich hauptsächlich in ihrem Ansatz und ihrer Tiefe. Paartherapie wird in der Regel von ausgebildeten Psychotherapeuten durchgeführt und konzentriert sich auf tiefgreifende, oft emotionale und psychologische Probleme innerhalb der Beziehung. Sie verwendet therapeutische Techniken, um Verhaltensmuster zu verändern und tief verwurzelte Konflikte zu lösen.

Paarberatung hingegen wird häufig von Beratern oder Coaches angeboten und ist oft lösungsorientierter und praktischer ausgerichtet. Sie zielt darauf ab, spezifische Probleme wie Kommunikationsschwierigkeiten oder Konfliktlösung zu behandeln und bietet praktische Ratschläge und Strategien für den Alltag.

Kann man alleine zur Paartherapie?

Ja, es ist möglich, alleine zur Paartherapie zu gehen. Dies kann sinnvoll sein, wenn der Partner nicht bereit ist, an der Therapie teilzunehmen, oder wenn individuelle Probleme oder Anliegen die Beziehung belasten. Einzeltherapiesitzungen können dazu beitragen, die eigene Perspektive zu klären, persönliche Verhaltensmuster zu erkennen und Strategien zu entwickeln, um die Beziehung zu verbessern, selbst wenn der Partner nicht beteiligt ist.

Allerdings ist es eher die Ausnahme, dass eine Person alleine zur Paartherapie erscheint. In der Regel setzt die Paartherapie die aktive Teilnahme beider Partner voraus.

Wie viele Paartherapie sind erfolgreich?

Die Erfolgschancen von Paartherapien variieren je nach Motivation und Bereitschaft beider Partner, der angewandten Therapieform und der Schwere der Probleme. Laut einer Studie der WMM – Weber Marketing- und Marktforschung GmbH (Jahr 2014) liegt die Erfolgsquote bei Paartherapien, die von beiden Partnern gewünscht werden, bei etwa 77 %. Diese Paare erleben signifikante Verbesserungen in ihrer Beziehung. Im Gegensatz dazu haben etwa 65 Prozent der Paare, bei denen die Entscheidung zur Therapie nicht gemeinsam getroffen wurde, keine oder sogar negative Auswirkungen erlebt.

Prof. Dr. Christian Roesler verweist in seinem Artikel auf zahlreiche Studien, die die Wirksamkeit von Paartherapie belegen. Zusammengefasst zeigen diese Studien, dass Paare, die eine Paartherapie gemacht haben, sich seltener trennen oder scheiden lassen als Paare in Vergleichsgruppen ohne Therapie. In den Vergleichsgruppen gab es zudem keine Verbesserung der Probleme, teilweise wurden sie sogar schlimmer. Auch spätere Befragungen bestätigten deutliche Unterschiede zwischen Paaren mit und ohne Therapie. Die Wirkung der Paartherapie wurde in wissenschaftlichen Studien als mittelstark eingestuft. Insgesamt kann man sagen, dass die untersuchten paartherapeutischen Methoden wirksam sind, da sie die Beziehungsprobleme verringern.

Dabei erfahren 70 % der Paare nach einer Paartherapie eine signifikante Verbesserung. Allerdings ist dieser Effekt nur bei 40 % der Paare auch noch nach fünf Jahren nachweisbar. Paartherapie ist darüber hinaus auch wirksam in der Behandlung individueller psychischer Störungen, insbesondere bei Depression und Abhängigkeitserkrankungen. Auch bei körperlichen, vor allem chronischen Erkrankungen kann Paartherapie signifikant positive Effekte auf die psychische und körperliche Gesundheit des Erkrankten und auf das psychische Wohlbefinden der Angehörigen haben.

Wie streitet man in einer Beziehung richtig?

Richtiges Streiten in einer Beziehung bedeutet, Konflikte konstruktiv und respektvoll anzugehen. Wichtige Aspekte sind: Zuhören ohne zu unterbrechen, Ich-Botschaften verwenden statt Vorwürfe zu machen, auf die Sache konzentrieren und persönliche Angriffe vermeiden, Pausen einlegen, wenn die Emotionen zu hoch kochen, und nach Lösungen suchen, die für beide Partner akzeptabel sind. Es ist auch wichtig, nach einem Streit Versöhnung zu suchen und das Gespräch zu beenden, wenn ein gemeinsames Verständnis erreicht wurde.

Kontaktdaten

Praxis für Psychologische Psychotherapie
Leichter, Marske, Müller

Rathenaustraße 9
30159 Hannover

Telefon: +49 (0)5115154690
E-Mail: info@LMM-psychotherapie.de