Trauerbegleitung & Trauertherapie in Hannover bei LMM
Der Verlust einer nahestehenden Person oder eines Tieres kann das psychische Gleichgewicht fundamental erschüttern und die Betroffenen oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit führen.
Eine professionelle Trauerbegleitung bietet in dieser Phase mehr als nur emotionalen Beistand: Wir unterstützen Sie durch fundierte Krisenintervention und wissenschaftlich anerkannte Methoden dabei, Ihre mentale Stabilität nachhaltig zurückzugewinnen. Anstatt den Schmerz lediglich zu verwalten, fördern wir gezielt Ihre individuelle Resilienz und begleiten Sie strukturiert durch die komplexen Phasen der Trauer.
Diese fachgerechte Unterstützung sichert Ihre langfristige psychische Gesundheit und eröffnet Ihnen schrittweise neue Lebensperspektiven. Nutzen Sie unsere Expertise für eine diskrete, klinisch fundierte Begleitung in einem geschützten Rahmen.

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Besuchen Sie uns in 30159 Hannover: Rathenaustraße 9 oder Lavesstraße 79
Warum ist der Schritt zur professionellen Trauerbewältigung so wichtig?
Der Verlust einer Person ist eine existenzielle Zäsur. Trauer ist dabei keine Krankheit, sondern eine notwendige psychische Anpassungsleistung. Dennoch stoßen viele Betroffene an Grenzen, an denen das eigene Umfeld überfordert ist. Professionelle Unterstützung ist hier kein Zeichen von Schwäche, sondern gelebte Selbstfürsorge und Prävention.
Trauer verläuft individuell und selten linear. Dennoch unterscheidet die klinische Psychologie zwischen einem gesunden Verlauf und der sogenannten anhaltenden Trauerstörung.
Sie sollten professionelle Hilfe in Betracht ziehen, wenn:
- der tiefe Schmerz auch nach vielen Monaten nicht an Intensität verliert.
- Sie sich dauerhaft von Ihrem sozialen Leben isoliert fühlen.
- ein Gefühl tiefer Hoffnungslosigkeit Ihren Alltag blockiert.
- Schuldgefühle oder Wut die Oberhand gewinnen und Sie „feststecken“.
Im privaten Umfeld erleben Trauernde oft gut gemeinte, aber belastende Ratschläge. Sätze wie „Du musst jetzt stark sein“ erzeugen Druck und behindern den Heilungsprozess.
In unserer Trauerbegleitung finden Sie einen wertfreien Raum. Als neutrale Instanz stehen wir außerhalb Ihres sozialen Gefüges. Hier dürfen Sie:
- Tabulose Offenheit: Auch Wut oder Erleichterung aussprechen.
- Keine Rücksichtnahme: Sie müssen niemanden „schonen“.
- Individuelles Tempo: Ihr Prozess folgt keinem starren Zeitplan.
Prävention: Psychische Folgeerkrankungen vermeiden
Unbearbeitete Trauer manifestiert sich oft körperlich oder psychisch. Eine frühzeitige Trauerbegleitung wirkt der Chronifizierung entgegen. Ohne fachliche Intervention steigen die Risiken für:
- Depressive Episoden (anhaltende Antriebslosigkeit).
- Angststörungen (Sorgen um die eigene Zukunft).
- Psychosomatische Leiden (Schlafstörungen, chronische Schmerzen).
Unser Ziel als Begleiter: Wir integrieren den Verlust gesund in Ihre Lebensbiografie. So bleibt der Verstorbene Teil Ihrer Geschichte, ohne dass der Schmerz Ihre Zukunft diktiert.
Welche spezifischen Hilfsangebote gibt es für Trauernde in Hannover?
Hannover verfügt über ein exzellentes Versorgungsnetz für Trauernde. Je nach Intensität und Art Ihrer Belastung stehen Ihnen drei verschiedene Säulen der Unterstützung zur Verfügung.
- Akute Hilfe in Krisenmomenten (Soforthilfe)
- Wenn der Schmerz unerträglich wird oder Sie sich in einer akuten seelischen Notlage befinden, zögern Sie nicht, diese kostenfreien Angebote in Hannover zu nutzen:
- Sozialpsychiatrischer Dienst (Region Hannover): Zentrale Anlaufstelle für Krisenintervention.
- TelefonSeelsorge Hannover: Rund um die Uhr erreichbar unter 0800/1110111 oder 0800/1110222.
- Krisentelefon: Lokale Hotlines bieten sofortige emotionale Stabilisierung, besonders nachts und am Wochenende.
- Psychotherapie & Professionelle Trauerbegleitung (Klinische Hilfe)
- Bei Anzeichen einer anhaltenden Trauerstörung ist eine fachärztliche oder therapeutische Begleitung ratsam. Kontaktieren Sie uns.
- Austausch & Gemeinschaft (Niederschwellige Angebote)
- Oft hilft das Gespräch mit Menschen, die Ihren Schmerz teilen. Hannover bietet hierfür geschützte Räume:
- Ambulante Hospizdienste und kirchliche Träger organisieren moderierte Trauergruppen und Einzelgespräche.
- Trauercafés: Ein etablierter Treffpunkt in geschützter Atmosphäre. Zwangslose Begegnungen bei Kaffee und Austausch.
- Oft hilft das Gespräch mit Menschen, die Ihren Schmerz teilen. Hannover bietet hierfür geschützte Räume:
Wie unterstützt eine Psychotherapie konkret bei der Trauerverarbeitung?
Moderne Trauertherapie ist kein starres Konzept, sondern ein Werkzeugkasten. Je nachdem, ob die Trauer eher den Geist, den Körper oder die Lebensstruktur belastet, kommen unterschiedliche wissenschaftliche Modelle zum Einsatz. Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Ansätze:
Die vier Traueraufgaben (nach J. William Worden)
Lange Zeit dachte man, Trauer verlaufe in passiven Phasen. Worden revolutionierte dies, indem er Trauer als einen aktiven Prozess beschrieb. Es geht nicht darum, was mit uns geschieht, sondern was wir tun können.
- Aufgabe 1: Die Realität des Verlusts annehmen.
- Aufgabe 2: Den Trauerschmerz durcharbeiten (Gefühle nicht unterdrücken).
- Aufgabe 3: Sich an eine Welt ohne den Verstorbenen anpassen.
- Aufgabe 4: Eine dauerhafte Verbindung zum Verstorbenen finden, während man gleichzeitig wieder ins Leben investiert.
Das Dual-Prozess-Modell (nach Stroebe & Schut)
Dieses Modell ist eines der am besten untersuchten Konzepte. Es besagt, dass gesunde Trauer ein Pendeln zwischen zwei Polen ist. Niemand kann 24 Stunden am Tag trauern, ohne Schaden zu nehmen.
- Verlustorientierung: Konzentration auf den Schmerz, das Weinen, das Betrachten von Fotos.
- Wiederherstellungsorientierung: Konzentration auf den Alltag, Ablenkung, das Erlernen neuer Fähigkeiten, soziale Kontakte.
- Der Nutzen: Das Modell legitimiert Pausen von der Trauer. Es erklärt, warum es okay (und gesund) ist, heute zu lachen und morgen wieder tief traurig zu sein.
Somatic Experiencing & Traumafokus (nach Peter Levine)
Trauer sitzt oft tief im Körper. Wenn ein Verlust plötzlich oder traumatisch war (z. B. durch einen Unfall oder Suizid), reagiert das Nervensystem mit Erstarrung oder chronischem Stress.
- Der Ansatz: Hier wird weniger über das Ereignis gesprochen, sondern auf die Körperreaktionen geachtet.
- Ziel: Spannungen im Nervensystem (wie Engegefühl in der Brust oder Schlaflosigkeit) sanft zu lösen, damit der Körper wieder in einen Zustand der Sicherheit findet.
Narrative Integration (nach Robert Neimeyer)
Dieser Ansatz konzentriert sich auf die Sinnfindung. Ein schwerer Verlust zerstört oft das bisherige Weltbild („Warum passiert mir das?“).
- Die Methode: Durch das Erzählen und Reflektieren wird die Lebensgeschichte „neu geschrieben“.
- Das Ziel: Der Verstorbene bekommt einen Platz in der eigenen Biografie, der nicht mehr nur aus Schmerz besteht, sondern aus der Bedeutung, die dieser Mensch für das eigene Leben hatte.
Welcher Weg ist der richtige?
Keine Methode ist „besser“ als die andere. In der professionellen Trauerbegleitung wird oft integrativ gearbeitet – das heißt, die Methoden werden individuell auf Ihre Situation zugeschnitten:
- Bei körperlicher Erstarrung hilft der Fokus auf das Nervensystem (Levine).
- Bei quälenden „Warum-Fragen“ hilft die Sinnstiftung (Neimeyer).
- Bei Orientierungslosigkeit helfen die Traueraufgaben (Worden).
Woran erkennen Betroffene den Bedarf an professioneller Hilfe?
Trauer ist ein individueller Prozess, kein linearer Zeitplan. Dennoch gibt es Punkte, an denen die natürliche Anpassungsleistung des Gehirns stagniert. In der Fachwelt sprechen wir von der Anhaltenden Trauerstörung, wenn der Schmerz chronisch wird.
Hier sind die drei Ebenen, auf denen Sie prüfen können, ob professionelle Unterstützung in Hannover für Sie sinnvoll ist:
1. Die emotionale Ebene: Wenn der Schmerz stagniert
Ein gesunder Trauerprozess verändert sich mit der Zeit. Kritisch wird es, wenn:
- Zeitliche Persistenz: Die Intensität des Schmerzes auch nach 6 bis 12 Monaten unvermindert hoch bleibt.
- Emotionales „Einfrieren“: Ein dauerhaftes Gefühl der Taubheit oder Leere herrscht, das keinen Raum für andere Emotionen lässt.
- Identitätskrise: Das Gefühl, ohne den Verstorbenen keine Daseinsberechtigung oder kein Ziel mehr zu haben.
2. Die funktionale Ebene: Alltag und soziales Umfeld
Trauer kostet Kraft, sollte Sie aber nicht dauerhaft handlungsunfähig machen. Achten Sie auf folgende Alarmsignale:
| Lebensbereich | Warnsignale (Red Flags) |
| Berufsleben | Konzentrationsmangel über Monate, Unfähigkeit, einfachste Aufgaben in Ihrem Job zu bewältigen. |
| Soziales Leben | Kompletter Rückzug aus dem Umfeld (z. B. Meiden von Freunden, Hobbys oder Orten wie dem Maschsee). |
| Vermeidung | Sie meiden konsequent alles, was an den Verstorbenen erinnert, um den Schmerz nicht zu spüren. |
3. Die körperliche Ebene: Wenn die Seele durch den Körper spricht
Chronischer Trauerstress führt zu einer dauerhaften Ausschüttung von Cortisol. Dies kann sich in physischen Symptomen manifestieren, für die Ärzte oft keine organische Ursache finden:
- Massive Schlafstörungen: Dauerhafte Erschöpfung durch Albträume oder Einschlafblockaden.
- Psychosomatische Schmerzen: Ein ständiges Druckgefühl auf der Brust, Herzrasen oder Magen-Darm-Beschwerden.
- Erhöhter Substanzkonsum: Der Versuch, den Schmerz durch Alkohol, Medikamente oder extremes Essverhalten zu betäuben.
Wenn Sie sich in mehreren dieser Punkte wiederfinden, ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Hinweis Ihres Systems, dass der natürliche Heilungsprozess Unterstützung benötigt. Unsere Trauerbegleitung kann Ihnen helfen, den „Knoten“ zu lösen, damit die Trauer wieder in Fluss kommt und Teil Ihrer Lebensgeschichte werden kann, ohne sie zu dominieren.
FAQ (Häufig gestellte Fragen)
Wie viel kostet eine Traumatherapie?
Für Privatpatienten und Selbstzahler richtet sich das Honorar nach der GOP, wobei eine 50-minütige Sitzung zwischen 100,55 € und 153 € kostet.
Die Kosten für eine Traumatherapie werden voraussichtlich bald bei Vorliegen einer Diagnose wie der „Anhaltenden Trauerstörung“ (ICD-11: 6B42) vollständig von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Obwohl die ICD-11 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits offiziell eingeführt wurde (seit Januar 2022), befindet sich Deutschland aktuell noch in einer mehrjährigen Übergangsphase. ICD-11 gilt noch nicht für Deutschland.
Wie unterscheidet sich eine ehrenamtliche Trauerbegleitung von einer Psychotherapie?
Ehrenamtliche Trauerbegleitung (z. B. durch Hospizdienste): Hier steht das „Mitgehen“ und der menschliche Austausch im Vordergrund. Geschulte Begleiter hören zu, halten den Schmerz mit Ihnen aus und bieten eine Stütze im Alltag. Dies ist ideal, wenn Sie eine empathische Begleitung im gesunden Trauerprozess suchen.
Psychotherapie: Ein Psychotherapeut arbeitet mit klinischen Methoden. Hier geht es um die Behandlung psychischer Symptome, die Bearbeitung von Traumata oder die Auflösung tief sitzender Blockaden. Therapie ist indiziert, wenn der Leidensdruck pathologische (krankmachende) Züge annimmt.
Wie lange dauert ein durchschnittlicher Prozess der Trauerbewältigung?
Es gibt keinen „Timer“ für Trauer. Das oft zitierte „Trauerjahr“ ist ein grober Richtwert, da man alle Jahresfeste und Gedenktage einmal ohne den Verstorbenen durchlebt hat. In der Praxis sehen wir jedoch, dass Trauer eher in Spiralen verläuft. Eine professionelle Kurzzeitbegleitung umfasst oft 10 bis 25 Sitzungen. Ein tiefergehender therapeutischer Prozess kann jedoch auch über ein bis zwei Jahre gehen, je nachdem, wie komplex die Verlustumstände waren.