Gesprächstherapie in Hannover bei LMM
Psychische Belastungen wirken oft direkt auf Beruf und Privatleben. Eine frühzeitige Gesprächstherapie kann helfen, chronische Entwicklungen zu vermeiden und innere Klarheit zu gewinnen.
Bei LMM in Hannover finden Sie einen geschützten Rahmen, um persönliche oder zwischenmenschliche Themen zu bearbeiten – auf Basis des klientenzentrierten Ansatzes nach Carl Rogers. Im Mittelpunkt steht Ihr Erleben: wertschätzend, lösungsorientiert und frei von Diagnosedruck.
Typische Themen sind Stressfolgen, depressive Verstimmungen, Entscheidungskonflikte oder Lebenskrisen. Die Therapie kann sowohl als Überbrückung bis zu einem kassenärztlichen Platz dienen als auch als gezielte Begleitung in belastenden Lebensphasen.
Bitte beachten Sie: Eine reine Gesprächstherapie ist eine Selbstzahlerleistung.
Für weitere Informationen oder ein unverbindliches Erstgespräch erreichen Sie uns telefonisch oder per E-Mail. Termine sind zeitnah und flexibel möglich.

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Was ist eine Gesprächstherapie?
Eine Gesprächstherapie ist eine Form der psychotherapeutischen Behandlung, bei der das Gespräch als zentrales Werkzeug eingesetzt wird, um Klienten dabei zu unterstützen, ihre Probleme selbstständig zu erkennen, zu verstehen und zu lösen. Sie basiert auf der Annahme, dass jeder Mensch über die Ressourcen zur Selbstverwirklichung verfügt und diese durch eine wertschätzende und empathische Beziehung zum Therapeuten entfaltet werden können.
Diese nicht-direktive Herangehensweise, entwickelt nach den Ideen von Carl Rogers, schafft einen sicheren Raum für Selbstexploration und fördert persönliches Wachstum. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Störung, sondern der Mensch mit seinen individuellen Erfahrungen, Gefühlen und Bedürfnissen.
Für wen ist eine Gesprächstherapie geeignet?
Eine Gesprächstherapie richtet sich an Menschen, die sich in einer belastenden Lebenssituation befinden, unter seelischem Druck stehen oder einfach das Gefühl haben, sich selbst besser verstehen zu wollen. Sie ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck des Wunsches nach innerer Klarheit und persönlicher Entwicklung.
Besonders hilfreich ist die Gesprächstherapie, wenn:
- emotionale Belastungen bestehen: etwa Traurigkeit, Ängste, Einsamkeit oder Überforderung im Alltag.
- Konflikte das Leben erschweren: in Beziehungen, im Beruf oder im familiären Umfeld.
- Selbstzweifel oder Schuldgefühle das eigene Erleben prägen.
- Verlust- und Trennungserfahrungen verarbeitet werden müssen.
- Krisen oder Umbrüche – etwa ein neuer Lebensabschnitt, Krankheit oder Veränderung – Orientierung erfordern.
Auch Menschen ohne konkrete psychische Diagnose profitieren von der Gesprächstherapie. Viele suchen sie auf, um sich selbst besser zu verstehen, Entscheidungen klarer zu treffen oder wieder mehr innere Ruhe zu finden.
Anders als manche Therapieformen, die auf konkrete Symptome zielen, richtet sich die Gesprächstherapie an die ganze Person – mit all ihren Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen. Dadurch kann sie sowohl bei akuten seelischen Krisen als auch in Phasen persönlicher Weiterentwicklung wertvolle Unterstützung bieten.
Was macht man in einer Gesprächstherapie?
Wie funktioniert Gesprächstherapie?
Die Gesprächstherapie, auch personenzentrierte Psychotherapie genannt, wurde von Carl R. Rogers entwickelt. Sie geht davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeit in sich trägt, sich zu verstehen, weiterzuentwickeln und eigene Lösungen zu finden – wenn er in einem sicheren, wertschätzenden Umfeld über seine Erfahrungen sprechen kann.
Im Mittelpunkt steht also nicht die Krankheit, sondern der Mensch mit seinem Erleben. Die Therapie soll helfen, sich selbst besser kennenzulernen, innere Spannungen zu lösen und einen stimmigeren Umgang mit Gefühlen und Bedürfnissen zu finden.
Drei Grundhaltungen, die Veränderung möglich machen
Damit sich Entwicklung entfalten kann, braucht es drei Bedingungen, die Rogers als grundlegend ansah:
- Empathie: Der Therapeut versucht, Ihr Erleben wirklich zu verstehen – nicht von außen, sondern aus Ihrer Sicht. Dieses Mitfühlen hilft Ihnen, sich selbst klarer wahrzunehmen und ernst genommen zu fühlen.
- Kongruenz: Der Therapeut begegnet Ihnen ehrlich und authentisch, ohne Fassade. Diese Echtheit schafft Vertrauen und ermöglicht offene Gespräche.
- Bedingungslose Wertschätzung: Sie werden als Mensch angenommen – unabhängig davon, was Sie denken, fühlen oder getan haben. Diese Haltung fördert Selbstakzeptanz und innere Sicherheit.
Diese drei Grundhaltungen bilden das Herzstück der Gesprächstherapie. Sie sind keine Techniken, sondern eine Haltung, die Entwicklung ermöglicht.
Wie läuft eine Gesprächstherapie ab?
Eine Gesprächstherapie-Sitzung folgt keinem festen Plan. Sie bringen die Themen mit, die Sie gerade beschäftigen. Der Therapeut hört aufmerksam zu, fasst zusammen, was er verstanden hat, und spiegelt Ihre Gefühle behutsam zurück. So entsteht nach und nach mehr Klarheit darüber, was Sie wirklich fühlen, brauchen oder verändern möchten.
Im Verlauf der Therapie wächst das Vertrauen, und Sie lernen, Ihre inneren Prozesse selbst zu beobachten und zu verstehen. Viele Klienten berichten, dass sie mit der Zeit offener mit Gefühlen umgehen, gelassener werden und sich selbst besser annehmen können.
Wie lange dauert eine Gesprächstherapie?
Die Dauer einer Gesprächstherapie hängt vom individuellen Anliegen und der Schwere der Problematik ab. Kurzzeittherapien umfassen meist 10 bis 25 Sitzungen, bei tiefergehenden Themen kann die Behandlung über mehrere Monate oder bis zu einem Jahr dauern. Jede Sitzung dauert in der Regel etwa 50 Minuten und findet wöchentlich oder zweiwöchentlich statt.
Welche Methoden werden in der Gesprächstherapie eingesetzt?
Typische Elemente der Gesprächstherapie sind:
- Aktives Zuhören: Der Therapeut zeigt durch Worte und Gestik, dass er Sie versteht.
- Spiegeln: Er fasst Ihre Gedanken und Gefühle in eigenen Worten zusammen.
- Gefühlsklärung: Gemeinsam werden unklare oder widersprüchliche Gefühle erkundet.
Durch diese Gespräche entsteht mehr Selbstverständnis – Sie lernen, Ihre Erfahrungen einzuordnen und zu akzeptieren, was in Ihnen vorgeht. So können neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten entstehen.
Welche verschiedene Arten der Gesprächstherapie gibt es?
Die klassische Gesprächstherapie nach Rogers bleibt Grundlage zahlreicher Varianten:
- Integrative Gesprächstherapie kombiniert personenzentrierte Prinzipien mit anderen Ansätzen wie Verhaltenstherapie oder Gestalttherapie.
- Systemische Gesprächstherapie erweitert den Fokus auf Beziehungsmuster und soziale Kontexte.
- In der psychosomatischen Medizin unterstützt sie das Verständnis psychisch bedingter körperlicher Beschwerden.
Allen Formen gemeinsam ist das Ziel, über eine authentische, nicht wertende Beziehung Selbstverständnis, emotionale Reifung und persönliche Freiheit zu fördern.
Welche Vorteile hat Gesprächstherapie?
- Selbstreflexion und Selbsterkenntnis: In den Gesprächen gewinnen Sie ein tieferes Verständnis für Ihre Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster. Dadurch entsteht ein klareres und bewussteres Selbstbild.
- Stärkung des Selbstwertgefühls: Durch die wertschätzende und empathische Haltung Ihres Therapeuten entwickeln Sie mehr Vertrauen in sich selbst und lernen, sich mit Ihren Stärken und Schwächen anzunehmen.
- Emotionale Entlastung: Das offene Aussprechen und Reflektieren belastender Themen kann innere Spannungen lösen und zu spürbarer seelischer Erleichterung führen.
- Förderung der Eigenverantwortung: Sie werden ermutigt, eigene Lösungen zu finden und aktiv an Ihrer persönlichen Entwicklung zu arbeiten – statt auf äußere Vorgaben zu warten.
- Verbesserte Beziehungsfähigkeit: Durch authentische Kommunikation und ein besseres Verständnis für sich selbst und andere gelingt es Ihnen, Beziehungen harmonischer und stabiler zu gestalten.
- Nachhaltige Wirkung: Da die Gesprächstherapie auf Selbsterkenntnis und innerer Veränderung aufbaut, wirkt sie langfristig und stärkt Ihre Fähigkeit, zukünftige Herausforderungen eigenständig zu meistern.
Was sind die Grenzen der Gesprächstherapie?
- Schwere psychische Erkrankungen: Bei ausgeprägten psychischen Störungen wie Psychosen, schweren Depressionen oder bipolaren Erkrankungen stößt die Gesprächstherapie an ihre Grenzen. In solchen Fällen ist häufig eine kombinierte Behandlung mit Medikamenten oder anderen Therapieformen erforderlich.
- Akute Krisen: In akuten Not- oder Krisensituationen, etwa bei Suizidgefahr oder schweren Traumata, reicht die Gesprächstherapie allein meist nicht aus, um kurzfristig Stabilität herzustellen.
- Fehlende Motivation oder Offenheit: Die Wirksamkeit hängt stark von der Bereitschaft des Klienten ab, sich auf den therapeutischen Prozess einzulassen und ehrlich über Gedanken und Gefühle zu sprechen.
- Keine schnelle Lösung: Gesprächstherapie ist ein prozessorientierter Ansatz, der Zeit und Geduld erfordert. Wer auf unmittelbare Ergebnisse oder konkrete Handlungsanweisungen hofft, kann enttäuscht werden.
- Begrenzte Einflussmöglichkeiten: Die Gesprächstherapie zielt auf Einsicht und Selbstveränderung ab, kann jedoch äußere Umstände – etwa familiäre, berufliche oder gesellschaftliche Belastungen – nicht unmittelbar verändern.
- Nicht für jeden geeignet: Manche Menschen bevorzugen strukturiertere oder methodisch-direktere Ansätze wie Verhaltenstherapie oder systemische Therapie, wenn sie konkrete Strategien zur Problembewältigung wünschen.
Wie viel kostet eine Gesprächstherapie?
Die Kosten für eine Gesprächstherapie hängen stark davon ab, ob Sie Kassenpatient, Privatpatient oder Selbstzahler sind:
- Gesetzlich versichert: Wenn bei Ihnen eine psychische Erkrankung mit Krankheitswert vorliegt (z. B. Depression, Angststörung oder Burn-out) und ein zugelassenes Therapieverfahren angewendet wird, übernimmt Ihre gesetzliche Krankenkasse in der Regel alle Kosten. Dazu zählen Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Therapie, analytische Psychotherapie oder systemische Therapie. Die Gesprächstherapie nach Rogers wird dagegen nicht als eigenständiges Verfahren erstattet und kann nur übernommen werden, wenn sie ergänzend innerhalb eines zugelassenen Therapieverfahrens eingesetzt wird.
- Selbstzahler oder Privatpatient: Wenn Sie die Gesprächstherapie privat in Anspruch nehmen, zahlen Sie die Sitzungen in der Regel selbst, weil dieses Verfahren nicht kassenärztlich anerkannt ist. Private Krankenversicherungen können die Kosten jedoch je nach Tarif erstatten, sodass sich eine vorherige Nachfrage lohnt. Eine Gesprächstherapie kostet meist zwischen 100 und 150 Euro pro Sitzung bei einer Dauer von etwa 50 Minuten.
- Wichtig: Eine Therapie, die primär der Lebensberatung, Ehe-/Paarberatung oder allgemein „Stärkung“ dient, wird von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen.
Wie wirksam ist Gesprächstherapie?
Die Gesprächstherapie ist nachweislich wirksam, wird in Deutschland jedoch vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) aus überwiegend berufspolitischen Gründen nicht als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren geführt.
Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) wurde mit dem Psychotherapeutengesetz (PsychThG, 1999) gegründet, um festzulegen, welche psychotherapeutischen Verfahren als „wissenschaftlich anerkannt“ gelten. Ziel war es, Patienten vor unwirksamen oder schädlichen Methoden zu schützen.
In der Praxis zeigte sich jedoch laut Jochen Eckert (Psychotherapeut und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie), dass der WBP weniger wissenschaftliche Kriterien als vielmehr standespolitische (berufsinterne Machtinteressen) Maßstäbe anlegt. Vor allem die etablierten Schulen – Verhaltenstherapie und psychoanalytische Verfahren – hätten ihre Vormachtstellung politisch abgesichert.
- Wissenschaftliche Evidenz: Internationale Studien belegen die Wirksamkeit der Gesprächstherapie bei zahlreichen Störungsbildern, insbesondere Depressionen. Zentrale Wirkfaktoren sind Empathie, Akzeptanz und Echtheit – Grundlagen fast aller modernen Psychotherapien.
- Entscheidung des WBP: 2002 wurde die Gesprächstherapie anerkannt, 2017 jedoch ohne klaren Grund erneut bewertet und abgelehnt – mit der Begründung, es fehle eine einzige Studie zu Angststörungen.
- Kritik: Eckert sieht die Entscheidung als politisch motiviert. Der WBP arbeite nicht nach objektiven wissenschaftlichen Maßstäben, sondern im Interesse etablierter Schulen (Verhaltenstherapie, Psychoanalyse).
- Forschungslage: Studien zeigen, dass weniger als 10 % des Therapieerfolgs auf die Methode zurückgehen. Entscheidend sind die therapeutische Beziehung und das Vertrauen – beides zentrale Elemente der Gesprächstherapie.